Maulana Sheikh NazimÜBER DIE BEREITWILLIGKEIT


Unser Großscheikh hat uns etwas sehr Wichtiges erklärt, das jeden von uns angeht: „Wenn ein
Mensch irgend etwas tut, eine gottesdienstliche Handlung oder irgend etwas anderes, so muß es
bereitwillig und freudig geschehen.Wenn er es nicht gern tut, dann soll er es besser überhaupt nicht
tun, denn dann wird daraus nichts Gutes kommen.“
Beten, essen, trinken, schlafen, arbeiten – alles sollte man freudig tun.Wenn ihr es nicht gern tut,
dann wird Allah der Allmächtige kein Wohlgefallen daran haben.
Was das Beten anbelangt, so ist es wichtig, daß wir uns darüber klar sind, daß es zur Freude unserer
Seele geschieht. Wenn wir beten, dann ist unser Nafs nicht erfreut darüber, unsere Seele aber
schon. Wir müssen uns aber nur um die Zufriedenheit unserer Seele kümmern.
Was unsere gewöhnliche Arbeit und unsere Geschäfte betrifft so werden wir dann gute Ergebnisse
erzielen, wenn wir wohl zufrieden sind mit dem, was wir tun oder was von uns verlangt wird. Das
läßt sich ganz gut an zwei Schülern beobachten.Wenn der eine bereitwillig studiert, der andere aber
nur, weil man ihn dazu zwingt, was wird das Ergebnis sein? So verhält es sich auch mit allen anderen
Tätigkeiten; es gibt so große Unterschiede zwischen den Menschen (und den Ergebnissen ihrer Bemühungen).
Ihr müßt alles, was ihr tut, freudig tun.
Tätigkeiten können leicht oder schwierig sein – was für den einen leicht ist, mag für den anderen
schwierig sein. Worin liegt das Geheimnis? Für denjenigen, dem die Tätigkeit leicht fällt, ist sie eben
darum leicht, weil er sie mit Freuden verrichtet, während sie dem, für den sie schwierig ist, so
schwer fällt, weil er zu ihr gezwungen wird.
Ein Diener Allahs des Allmächtigen zu sein ist leicht oder schwierig, je nach den unterschiedlichen
Menschen, um die es sich handelt.
Darum sagt Allah: „Ihr müßt euren Dienst an Mir freudig verrichten. Wenn ihr es nicht gern tut,
so bedarf Ich eures Dienstes nicht. Ich will den Dienst an Mir um eurer Freude willen.Wenn es euch
leicht fällt, dann tut es!“ Was den Menschen leicht fällt, macht sie glücklicher, was ihnen schwer fällt,
macht sie unglücklich.
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