Maulana Sheikh NazimDank läßt alles wachsen und grünen


Mehr Dank, mehr Versorgung. Für was gibst du Dank? Allah der Allmächtige läßt es wachsen. Was der Regen für die Pflanzen ist, ist der Dank für die Taten der Menschen. Allah läßt die Handlungen Seiner Diener weiterund weiterreichend werden bis zum Unendlichen.
‘Audhu billahi mina sh-shaitani r-rajim: So viele Leute, so viele Leute kommen zu mir und beklagen sich. Beklagen sich über ihre Versorgung, ihre Arbeit, ihre Kinder, ihr Geschäft, beklagen sich über alles. Aber das Sich-Beklagen ist keine gute Charaktereigenschaft. Und Allah der Allmächtige liebt es nicht, wenn Seine Diener sich beklagen. Manche Leute werden krank. Sie werden krank, erlangen aber auch ihre Gesundheit wieder. Und manche müssen ständig behandelt werden. Deshalb muß man, wenn man krank wird, darauf achten, ob die Krankheit eine vorübergehende ist, und man muß Allah dem Allmächtigen dankbar sein, denn mit manchen Krankheiten ist es schwierig. Da endet die Behandlung niemals, und diese Krankheit begleitet den Menschen bis zum Friedhof. Bis er stirbt wird diese Krankheit mit ihm sein. Und er kann ohne Medikamente nicht leben. Er muß Medikamte benutzen; benutzt er sie nicht, wird es schlimmer, und schnell findet er den Tod. Deshalb muß ein Mensch bei allem, was ihn in Schwierigkeiten bringt, an etwas über diese schädliche Krankheit oder diese schädliche Sache Hinausgehendes denken.

Wenn ein Mensch zum Beispiel ein Auto hat und es ihm geschieht, daß ein Wagenrad kaputt ist, so muß er dankbar gegenüber dem Allmächtigen Gott sein, daß nicht zwei Räder hin sind. Wenn zwei Räder fertig sind, muß er sagen: „Al-hamdu lillah, daß es nicht drei Räder sind.“ Wenn drei Räder zerstört sind, muß er sagen: „O mein Herr, Du bist so gut mit mir. Du tust mir so wohl, daß nicht vier Räder zerstört sind, sondern nur drei.“ Alles, was den Menschen schadet, mag eine schlechte Sache sein, aber du mußt an etwas noch Schlimmeres denken. Denke vielleicht an das Schlimmste, la hawla wa la quwwata illa billahi l‘aliyyi l-‘azim – aber die Menschen sind so schnell dabei, zu klagen, und denken nicht daran, Allah dankbar zu sein.

Einmal gab es jemanden, der sich darüber beklagte, daß er nie Schuhe hatte, die er tragen konnte, nicht einmal einfache. Er beklagte sich ständig darüber, daß er ohne Schuhe laufen mußte. Und eines Tages traf er einen, der keine Beine mehr hatte. Da sagte er: „Ich werde mich niemals mehr beklagen, daß ich keine Schuhe habe. Al-hamdu lillah, ich habe zwei Beine, zwei Füße. Ich habe keine Schuhe, aber dafür Füße und Beine.“

Seht diesen Menschen. Das ist eine gute Art und Weise von Dienern gegenüber ihrem Allmächtigen Gott. Deshalb sage ich allen, die jetzt zu mir kommen und sich beklagen, sofort: „Sag shukr, sag shukr, beklage dich nicht, sag: Dank, o Herr, sag es, schnell!“ Denn wenn sich der Diener beklagt, kommen mehr Schwierigkeiten auf ihn herab. Sag: al-hamdu lillah, Preis sei Gott, ash-shukru lillah, Dank sei Gott, o mein Herr.“ Denn, ist kein Dank da, kommen endlose Krisen; ohne Dank, endlose Leiden; ohne Dank, endlose Notstände; ohne Dank, endlose Kämpfe. Ohne Dank, endlose Schwierigkeiten; ohne Dank, kein Regen und ohne Dank wächst kein Gras. Ist kein Dank da, verläßt einen die Krankheit niemals. Alles wächst mit Dank. Shukr ist wie Regen, gesegnetes Wasser, es kommt von den Himmeln und läßt alles wachsen und ergrünen. In dem Maße, wie du beklagst, kommen weniger Regen. Wenn dann der Regen kommt, ist es wie vergiftetes Wasser. Der wird glücklich sein, der Allah den Allmächtigen preist. Der Gott dankt und ihn preist. Allah der Allmächtige mag es, daß man Ihm dankt, und Allah der Allmächtige mag es, gepriesen zu werden. Und Allah der Allmächtige mag es, daß man ihn verherrlicht. Ja, und es ist Seine göttliche Eigenschaft. Denke daran.

Und wenn der Diener eines Sultans sich beim Sultan beklagt, wird der Sultan da glücklich sein mit seinem sich beklagenden Diener? „Schau nach einem anderen. Geh weg!“ Und Allah der Allmächtige mag zu Seinen Dienern sagen: „Wenn du nicht glücklich mit Mir bist, geh und schau nach einem anderen, mit dem du glücklich bist! – Die, die nicht glücklich mit Mir sind, müssen laufen und nach einem suchen, der sie glücklich macht.“ Das ist ein Göttliches Attribut Allahs des Allmächtigen, daß Er es mag, wenn Seine Diener sagen: „Shukr, ya rabbi, Dank, o mein Herr, shukr, ya rabbi“ und „Turba, ya rabbi, wende mich zu Dir, o mein Herr, turba, ya rabbi.“ Er mag dies von Seinen Dienern. Solch ein Diener kann nicht in Schwierigkeiten sein, weder hier noch hiernach. Unmöglich. Niemals läßt Er diesen Diener in Schwierigkeiten fallen, weder hier noch hiernach.

Shukr trägt jeden unbeliebten Umstand von solchen Dienern fort, wiegt ihre schweren Lasten auf. Nimmt ihre Leiden auf, reinigt sie von Notständen, trägt sie aus Dunkelheit ins Licht. Es gilt nur, zu sagen: „Shukr, ya rabbi. Dank, o mein Herr. Shukr, ya rabbi.“ Andernfalls wird Allah der Allmächtige niemals glücklich mit dir sein.

Und ein jeder und so viele Leute kommen täglich und sprechen. Sie mögen sich sogar beklagen, aber sie müssen daran denken, welches die schlimmste Situation für sie ist. Dann verhindert Allah der Allmächtige Schlimmeres für sie. Oder sie bewahren sich selbst vor dem Schlimmsten. Und Er verwahrt sie vor der Hölle; nimmt Er die Hölle weg, werdet ihr im Paradies sein, hier und hiernach. Wir müssen schauen und alles nutzen, um, mehr als alles andere, zu danken: „Shukr, ya rabbi, shukr, ya rabbi, shukr, ya rabbi.“ Du magst in äußerst schlimmen Bedingungen sein, sag nichts. (Sage:) „O Mein Herr, ich verherrliche Dich, unendliche Gebete für Dich, unendlicher Dank an Dich, unendlicher Preis an Dich, o Mein Herr. Auch wenn mein Ego es nicht hinnimmt, bin ich aus tiefster Seele glücklich mit Dir. Endlos glücklich mit Dir. Laß uns immer in Deiner Göttlichen Gegenwart sein.“

Allah allah, allah allah, allah allah, ‘aziz allah allah allah, allah allah, allah allah, karim allah allah allah, allah allah, allah allah, subhan allah allah allah, allah allah, allah allah, sultan allah O Sultan Allah – absolutes Sultanat für Ihn, Allah den Allmächtigen! Für Sein Königreich bis zum Ewigen. Er, der Allmächtige, ist der Sultan in Ewigkeit. Nichts vor Ihm, und nichts nach Ihm! Er ist nur Einer. Es kann nicht ein zweiter sein. Denn niemand ist vor Ihm in Existenz und niemand nach Ihm. Shukr, ya rabbi, shukr, ya rabbi, shukr, ya rabbi. Turba, ya rabbi, turba, ya rabbi, turba, ya rabbi. Bi hurmati l-habib ... du‘a’ ... alfati ha.


Lefke - 01.03.2000
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