Maulana Sheikh NazimDenen du nacheiferst, zu denen wirst du gezählt
Wir leben in einer schwierigen Zeit, in der schwierigsten für die Gläubigen seit Anbeginn. Wer auch immer an Allâh glaubt und aufrichtig ist in seinem Glauben, hat jetzt eine schwere Zeit zu durchleben. Es richtet sich nach dem, wie die Menschen glauben. Es gibt verschiedene Ebenen von Glauben, manche haben einen sehr schwachen Glauben, andere sind stärker im Glauben, manche glauben mit Gewißheit, und selbst in der Gewißheit gibt es noch so viele verschiedene Rangstufen.
Doch alle Gläubigen in unseren Tagen haben Schwierigkeiten: Die Bedingungen stören alle Gläubigen, je nach der Stärke ihres Glaubens, mehr oder weniger arg. Manche wünschten, sie müßten nicht unter solchen Bedingungen leben, weil sie unter den Verhältnissen leiden und keinen freien Atemzug tun können unter deren Druck. Das Wetter steht auf dem Kopf, und Luft und Erde sind zunehmend verschmutzt. Anfällige Leute werden durch die schmutzige Luft sehr schnell infiziert und krank, vor allem Asthmatiker. Der höhere Rang von Gläubigen ist sehr betroffen über die Zustände auf der Welt, doch die gewöhnlichen Menschen leben damit, leiden aber gleichzeitig darunter. Die Verschmutzung ist über den gesamten Erdball verbreitet, es gibt keinen Ort mehr, wo ein Gläubiger noch einen freien Atemzug tun könnte.

Die satanischen Systeme üben Druck auf die Gläubigen aus, lassen ihnen keine Luft und wollen sie beseitigen. Die Zustände verlangen, daß kein Gläubiger mehr auf dem Planeten leben soll, deshalb fühlen diese sich solch einem schweren Druck ausgesetzt. Satan und seine Soldaten, seine Gefolgsleute und sein ganzes Königreich mit seinen Unterstützern sind nicht zufrieden, solange es noch irgendeinen Gläubigen von irgendeiner Nation auf der Erde gibt. Wenn sie deshalb einen Gläubigen entdecken, versuchen sie, ihm seine Aufrichtigkeit wegzunehmen. Sie versuchen, ihn wenigstens zu einem offiziellen Gläubigen zu machen, so daß er, wie dieser Kassettenrecorder shahada sagen kann, nur mit der Zunge den Glauben bezeugt und betet, nicht aber mit dem Herzen glaubt. Das Herz ist der Herrscher, der den gesamten Körper regiert. Wenn Aufrichtigkeit das Herz durchdringt, ist der Glaube echt, und dann richtet das Herz deine gesamten Kräfte in allen Organen in die richtige Richtung aus. Das Herz befiehlt dem gesamten physischen Körper, ehrlich zu sein, nicht falsch. Wenn jemand aber keine Aufrichtigkeit besitzt, wird er von Satan kontrolliert, und er wird zu einem Werkzeug und Diener für ihn.

Der größte Teil der Gläubigen sowohl im Islam als auch im Christentum und unter den Juden ist nur formell gläubig. Wenn sie aufrichtig und ehrlich wären, würden sie nicht danach verlangen, den westlichen Ländern zu folgen. Wenn die muslimische Welt aufrichtig wäre, wenn ihr Glaube echt wäre, würde Allah es nie zulassen, daß sie sich zu Sklaven der westlichen Welt machen. Er würde vielmehr die westlichen Menschen zu Dienern für die muslimische Welt machen. Aber jetzt ist alles genau verkehrt herum. Die Aufrichtigkeit ist der muslimischen Welt verlorengegangen. Sie fasten formell, lesen den Quran und machen ihre Pilgerfahrt – doch alles als Formsache, ohne Aufrichtigkeit, weil sie immer dabei noch versuchen, moderne Muslime zu sein. Sie wollen kein wirklich muslimisches Leben führen. Sie imitieren nur den Westen, und wer sich so verhält wie eine Gruppe von Leuten, der wird zu einem von ihnen. Wer Diebe nachahmt, wird selbst zum Dieb. Wer mit den Leuten ins Pub geht, ist einer von ihnen. Wer ins Casino geht, wird zum Glücksspieler. Wer zum Fußballmatch geht, wird einer von ihnen. Wenn jemand Turban trägt und hierher zu uns kommt, wird er zu den Haqqânî-Leuten gezählt werden.
Es ist eine sehr schwierige Zeit jetzt, aber wer die Geduld aufbringen kann, seinen Glauben zu behalten und ihn nicht fallen läßt, wird am Tag der Auferstehung mit Preisen belohnt, die gleich nach denen der Propheten kommen. Allah der Allmächtige wird ihnen Ränge geben neben den Propheten. Die Menschen laufen vor der Wahrheit davon, sie laufen weg vor Ehrlichen, vor Heiligen und Propheten, vor ihrem Herrn, und sie laufen damit Satan in die offenen Arme. Satan sagt zu seinen Helfern: „Laßt keinen Gläubigen übrig.“ Das ist der täglich wiederholte Befehl Satans: „Glaubt an nichts und laßt nicht zu, daß jemand glaubt.“ So sind die Leute, die nicht beten, sehr aufgebracht, wenn sie jemanden beten sehen, und die Leute, die keinen Turban tragen, sind wütend auf die Turbanträger.
Satans Tagesorder ist, daß man bloß kein guter Mensch sein soll. „Tut euer Schlimmstes mit den Menschen! Schafft mehr und mehr Probleme unter den Menschen, soviel ihr könnt, verbreitet mehr Falschheit und Lügen! Laßt keine Mildtätigkeit zu, gebt keine Almosen, laßt die Menschen in immer tieferes Elend und Leid fallen!“ Und täglich kommt mehr Fluch auf die Menschheit. Hütet euch vor Satan! Schreibt das an die Wände und macht die Menschen aufmerksam darauf, sich vor Satan in acht zu nehmen. Dieser will nämlich nichts als das Leid der Menschheit vermehren. Wenn er das schafft, lacht er und erfreut sich am Elend der Menschen. Wacht auf aus eurer Sorglosigkeit, o Gläubige! Jemand, der gegen Glauben und Religion ist, ist ein Agent des Teufels.

- 01.01.1992
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