Maulana Sheikh NazimFür alle Männer und Frauen
Ich möchte die Schwester Sch. bitten, die Frage hier noch einmal zu wiederholen, die sie mir vorhin privat gestellt hat, damit ich für alle darauf antworten kann. Die Frage war: Was können Frauen, deren Männer sehr viel Zeit zu Hause verbringen, dafür tun, um gegenseitige Achtung und häuslichen Frieden zu wahren? Bismi llahi r-rahmani r-rahim. Es ist ein wichtiger Punkt, den Haja Sch. hier anspricht, die Ehemänner betreffend. Manchmal sind sie arbeitslos, manchmal zu Hause. Sie fragt, wie man damit umgeht.
Allah der Allmächtige erschuf die Frau dafür, zu Hause zu sein; das ist für sie der beste Ort, und dort zu sein ist für sie sehr wichtig, von allergrößter Wichtigkeit. Jede Frau sehnt sich nach ihrem Zuhause. Glaubt nicht, daß Frauen, die außerhalb ihres Hauses arbeiten – auch wenn sie Ministerin, Parlamentsmitglied, Bürgermeisterin, Professorin, Richterin, Polizistin oder sogar die Sekretärin von Clinton sind – nicht gerne zu Hause wären. Wenn sie etwas anderes behaupten, dann lügen sie. Es kann nicht sein sein, denn der Schöpfer erschuf sie dafür, zu Hause zu sein, nicht außerhalb des Hauses. Wenn sie sagt: „Draußen, bei meiner Arbeit mit Männern, bin ich glücklicher“, dann ist das eine Lüge. Es gefällt ihnen, zu Hause zu arbeiten, das mögen sie, denn der Herr machte dies deutlich durch ihre Erschaffung. Deshalb können sie nicht sagen, daß sie nicht zu Hause sein mögen, nein. Dies ist das Normale, es entspricht ihrem Naturell. Wenn jemand über diesen Punkt anders denkt, dann bekämpft sie die Natur der Frau. Sie will eigentlich ein Mann sein, und sie ist im Unrecht und wird nicht glücklich sein in ihrem Leben. Niemand kann gegen die Natur kämpfen; man muß sich dazu zwingen, gegen die Natur zu sein, gegen die Natur der Frau. Die Frau wurde für das Heim erschaffen.

Sie fragte: Wie geht man mit dem Ehemann um, wenn er arbeitslos ist und zu Hause ist? Und auch hier sage ich: Der Mann wurde nicht dafür erschaffen, den ganzen Tag zu Hause zu sein, nein. Das bedeutet genauso, gegen die Natur zu kämpfen. Er muß draußen sein, er kann nicht den ganzen Tag, 24 Stunden lang, zu Hause sein, besonders tagsüber nicht. Ob er arbeitslos ist oder nicht, er muß sich darum bemühen, nicht den ganzen Tag um seine Frau herum zu sein. Frauen mögen es gar nicht, während sie zu Hause ihre Arbeit machen, wenn der Mann um sie herum ist und sich einmischt. Die Frau wird böse, wenn er sich in ihre Arbeit, die ihn ja nichts angeht, einmischt. Dann verliert sie sich, verliert ihren Verstand, ihre Energie, ihre Schönheit und wird ein häßliches Geschöpf, und der Ehemann wird noch häßlicher.

Wenn er aus irgendeinem Grunde zu Hause sein muß, muß er oben in seinem Zimmer bleiben und nicht immer um seine Frau herum sein. Ehefrauen, Ladies, Frauen, sie müssen frei sein in ihrem Heim, sie mögen bei der Arbeit nicht von ihren Männern herumkommandiert werden. Dies ist der Grund für die überwiegende Anzahl aller Mißverständnisse und Streitereien, der Grund für den Zusammenbruch der Familien. Dann wird aus Liebe Haß, die Liebe geht fort, und statt dessen kommt Haß. Die Achtung geht, und statt dessen kommt Verachtung. Die Freundlichkeit geht, und es kommen Streit oder Gewalt. Dies ist die Ursache von 99 Prozent dessen, was schief geht bei den Familien oder Paaren. Der Mann muß sich sehnen nach seiner Frau, und die Frau muß sich nach ihrem Mann sehnen.

Wenn sie ständig zusammen sind und sich andauernd sehen, verschwindet diese Sehnsucht, weil sie einander nicht mehr vermissen. Deine Frau muß dich vermissen, und du mußt sie auch vermissen. In unserer Zeit sind die Lebensumstände so, daß die Sehnsucht zwischen einem Paar zerstört wird. Darum sagt die Scharia, und es ist ein göttlicher Befehl: Der Mann muß allein arbeiten, und die Frau muß allein arbeiten. Wenn sie zusammen arbeiten, hat dies die Zerstörung der Familie zur Folge.

Darum ist die Scharia dagegen und verbietet das Zusammensein von Mann und Frau am Arbeitsplatz. Ein Mann, der mit Frauen zusammen arbeitet, vermißt seine Frau keineswegs. Stimmt das oder nicht? Niemand versteht es. Aber die Zeit ist vorbei. Das satanische Tun wird bald zerstört werden. Wenn der Mann zu Hause sein muß, muß er in seinem Zimmer bleiben. Die Frau muß frei sein in ihrem Heim, und ihr Mann hat ihr dort nicht zu befehlen. Draußen kann er Befehle geben; drinnen ist die Königin die Frau, und du mußt ihr gehorchen.

Wer ohne Beschäftigung ist oder arbeitslos, muß sich morgens fertigmachen. Nach dem Frühstück muß er seine Frau fragen: „Was willst du? Brauchst du etwas vom Markt? Was kann ich tun?“ Außerhalb des Hauses soll die Frau keine Dienste tun, draußen müssen die Männer Diener der Familie sein, nicht die Frauen. Ihr müßt diesen Punkt verstehen. Die Männer müssen draußen Diener ihrer Kinder, ihrer Familien sein. Drinnen sind die Frauen und Mütter Dienerinnen der Familie, das ist im Einklang mit ihrer Natur. Dann gibt es in der Familie keine Probleme mehr, keine Meinungsverschiedenheiten, keine zerbrochenen Ehen, keine Scheidungen mehr, und das Familienieben verläuft in normalen Bahnen.

Heutzutage liegt das Hauptwerk der Teufel in der Zerstörung der Familie: Sie stiften Verwirung und bringen Torheiten zwischen Mann und Frau, und dann machen sie sich an die Zerstörung.

Er soll alles, was Frau und Kinder brauchen, von draußen holen gehen. Wenn du alles besorgt hast, kannst du gehen. Sitz nicht drinnen herum, wenn du nicht arbeitest. Nein, geh hinaus und bemüh dich, Arbeit zu finden. Das heilige Gebot des Herrn der Himmel erlaubt keinesfalls, daß jemand ohne Arbeit herumsitzt. Sei nicht arbeitslos und warte nicht darauf, daß du durch den Staat Arbeit bekommst, sondern du mußt selbst aktiv werden, um Arbeit zu bekommen, sei frei bei deiner Arbeitssuche. Such dir irgend etwas, es gibt Hunderte und Tausende Arten von Arbeit neben der staatlichen Arbeitsvermittlung. Wenn du nichts tust und Muslim bist, geh zur Moschee, lern etwas und bete zu deinem Herrn. Wenn du Christ bist, geh in deine Kirche, nimm dir wenigstens einen Besen und feg draußen oder drinnen, wenn man es dir erlaubt. Sollte man böse auf dich werden, dann such dir eine andere Kirche. Nach einer Woche mußt du es beim ersten Priester von neuem versuchen. Arbeite einfach. Wenigstens könnt ihr in den Park gehen und Blätter fegen und Abfälle aufsammeln. Oder geht über den Flohmarkt, wenn der Markt zu Ende ist, oder geht mit einem Handwagen durch die Stadt und ruft aus, daß ihr Lumpen und Alteisen nehmt, und wenn man es euch geben will, dann laßt euch dafür bezahlen. So viele Arbeiten kann er draußen finden. Wenn ihr arbeitslos seid, dann macht solche Arbeiten. Wenn er abends nach Hause kommt, muß er etwas heimbringen in seinem Handwagen, und die Frau wird sagen: „Willkommen, mein Liebling, ich habe dich wirklich vermißt.“

So muß der Mann es machen, nicht zu Hause sitzen. Wenn er krank ist, muß er ins Krankenhaus. Ihr lacht und versteht nicht. Kommt nicht vor Abend nach Hause, und kommt nicht mit leeren Händen, nein. Ihr müßt etwas mitbringen: einen kleinen Hund, eine kleine Katze, wenn nicht, dann eine kleine Ratte, eine kleine Maus. Etwas müßt ihr mitbringen, wenn es auch klein ist, eine kleine Dose etwa mit ein oder zwei Eidechsen drinnen ... Du muß etwas mitbringen, dann ist sie sehr glücklich.

Ya Allah! Es ist einfach für den Menschen, glücklich zu sein, wenn er dem Weg der Natur folgt. Jedes Problem entsteht dadurch, daß der Mensch gegen die Natur handelt. Dies ist eine gute Antwort, nicht nur für die Schwester Sch., und trägt die Überschrift: für alle Frauen, für alle Männer; von zentraler Wichtigkeit für die Natur des Menschen. Es ist genug. Dies gibt den Menschen mehr Ruhe, mehr Glück, mehr Verständnis, mehr Frieden, bringt mehr Liebe, mehr Achtung, mehr Wohltaten, mehr Segen von Allah dem Allmächtigen, Segen vom Himmel auf die Erde. Nur Allah kann eine Veränderung bringen; Er macht, daß ich zur ganzen Menschheit spreche.

Ich glaube nicht, daß ein Mann oder eine Frau, die diese Worte hören, böse sind oder Einwände dagegen haben, wenn mit ihnen alles stimmt. Die meisten werden dem zustimmen; die anderen ohne Verstand, die Sturköpfe, die Repräsentanten Schaitans können ihre Einwände in die Toilette werfen. Möge Allah Seine Löwen senden gegen die Schakale, die die Rechte der Frauen heruntermachen und gegen meine Worte sind. Die Löwen sollen sie auffressen, wenn sie kommen. Wir hoffen, daß es nicht mehr lange ist, bis diese Löwen kommen, damit sie die ganze Weit von den Schakalen, den Füchsen, den Wölfen befreien. Allah segne euch und alle Gläubigen, die die Wahrheit wollen, und all die, die mit der Wahrheit sind. Allah möge sie segnen und beschützen. Um der Ehre Rasulullahs willen, für alle, die an Allah den Allmächtigen und Seinen hochgeehrten Diener glauben: al-Fatiha.

Die Frage, die heute beantwortet wurde, wurde mir privat gestellt, aber der Großscheich sagte mir, sie für alle anderen zu beantworten, damit jeder hören kann, was mir durch ihn übermittelt wurde. Sie fragte mich heute nachmittag über diesen Punkt. Aber der Großscheich sagte: Nein, antworte ihr nicht jetzt, sondern warte mit der Antwort bis nach dem Nachtgebet. Meine Müdigkeit war groß, und jede Nacht seht ihr mich sehr müde hier. Aber heute fühle ich mich wie ein Löwe ...
Lefke - 07.05.2000
Valid XHTML :: Valid CSS: :: Powered by WikkaWiki