Maulana Sheikh NazimKampf dem Atheismus
Ich begrüße unsere Schwestern und Brüder hier. In allen Religionen ist überliefert, daß unsere Seele zum Himmel gehört. Unser Körper enthält nebeneinander Feuer, Wasser, Luft und Erde, die sich gegenseitig nicht aufheben. Der Embryo schläft dreimal vierzig Tage lang in der Gebärmutter, dann beginnt er zu laufen und sich zu bewegen. Wann der Herzschlag beginnt, ist überhaupt nicht festzustellen. Alles zeigt die absolute Größe und Macht des Herrn der Himmel: ein Gesicht, zwei Augen und Ohren, ein Mund, Milliarden von Formen, aus denen der Herr ein individuelles Gesicht formt. Sie sagen, es sei “die Natur”. Kann die Natur denn sehen? Eine Natur, die blind ist, kann nicht Formen erschaffen. Die Natur soll jemanden erschaffen, der hört, sieht, berührt und Willenskraft hat?! Aber die satanischen Menschen, die dies behaupten, sind an der Macht. Ich rufe alle Religionen zum Kampf gegen Atheismus auf. Solange die Regierungen in der Hand der Atheisten sind, hat das Gute keine Chance. Alle Religionen haben einen gemeinsamen Feind, und das sind die Atheisten. Ginge es nach ihnen, dann gäbe es im einundzwanzigsten Jahrhundert keine Kirche, Synagoge oder Moschee mehr. Die Leute kämen zum Teetrinken und gingen wieder nach Hause. Alle Religionen sollten in der Lage sein, den Menschen ihr Licht zu bringen. Und wenn dies in Aufrichtigkeit geschieht, dann hat es eine Wirkung auf die Seele. Auch bei den Christen gibt es den Sufi-Weg, aber das ist fast zu Ende, weil es nur noch in der Abgeschiedenheit der Klöster geschieht. Sie haben diese Welt gemieden, aber je materieller die Menschen wurden, um so mehr nahm das Interesse für diesen Weg ab. In den Klöstern wollte man nur für den Herrn sein. Als das Beten offiziell wurde, verschwand die Aufrichtigkeit. Obst wurde zu Plastikobst. Eine Handvoll Obst ist wichtiger als ein Riesenhaufen Plastikobst, der keinen Geschmack hat. Religion hat nichts Offizielles. Wir müssen zurück zum Weg der Propheten und Heiligen, welche die Freude des Herrn suchten. Aber die Offiziellen sind wie Beamte. Wir sollten vierundzwanzig Stunden für Ihn da sein, aber wir schaffen es noch nicht einmal eine Stunde.

- 01.01.1997
BookFlügelderSeele
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