Maulana Sheikh NazimMACHT REICHTUM GLÜCKLICH?
Wer das Glaubensbekenntnis spricht, erwirbt sich damit Allahs ewige Zufriedenheit. Wir sagen die Shahada , doch wir sind weit davon entfernt, ihren Wert und ihre Ehre auch zu erkennen.
Die Kinder werden jetzt schon in der Schule eingeschrieben, noch bevor sie geboren sind, damit sie nur nichts von der Ausbildung versäumen. Jeder Mensch will in dieser Welt etwas gewinnen, der Gläubige jedoch anderen Dine als der Ungläubige. Die Ungläubigen streben nur nach den Dingen, die sie zu besitzen wünschen. Ihr Verstand ist ungenügend, denn jeder, der auch nur einen mittelmäßigen Verstand hat, weiß, daß das Leben einen bestimmten Zweck hat. Wer nicht versteht, daß das Leben einen Sinn hat, hat einen ungenügenden Verstand, selbst wenn er zehn Diplome hat. Wer jemanden lobt, der Computer baut, und den Menschen als zwar vollkommene, aber sinnlose Schöpfung ansieht, kann keinen Verstand haben. Die Sprüche und Stimmen dieser geistig Behinderten sind unzählbar. Kein Tier sieht zum Himmel auf, um dort etwas zu suchen, und die Teufel in Menschengestalt schauen ebenfalls nicht weiter als auf den Boden vor sich und auf das Essen und Trinken. Das Beste von allem, die Genüße dieses vergänglichen Lebens wollen sie auskosten, und das Ziel, wonach sie streben, ist, reich zu werden, schön zu leben, gut zu essen, gut zu trinken und gut zu schlafen, doch ihre Herzen sind eng und leer. Die Gläubigen dagegen haben endlos weite Herzen, in die nie eine Bedrängnis kommt.

Wenn einer deprimiert ist, sollte er wissen, daß das Licht seines Glaubens ausgelöscht ist. Wem Allah wirklichen Glauben gibt, dem wird das Herz weiter als das ganze Universum. Wie kann jemand, der Allah im Herzen hat, in Bedrängnis geraten wegen eines Menschen? Was ist die Welt? - Soviel wie die Schale eines Weizenkorns. Kann all die gesamte Welt, wenn sie einem gehören würde, ihm Freude geben? - Niemals! "Vielleicht sind ja alle Reichtümer meine, aber für wie lange? Wer wird sie nach mir haben?", denkt er und hat keine Freude. Glaub nicht, daß Besitz der höchste Rang in der Welt ist, denn wenn da auch nur noch ein anderer ist, bedrückt es den einen aus Neid. Dieser Neid macht die Menschen unglücklich. Jeder schaut heute den anderen mit schlechten Augen an, selbst Leute, die sich für religiös halten. Wer den Neid wegwirft, ist wie jemand, der über die Welt das Totengebet spricht.

Wenn du die Welt festhältst, dreht sie sich wie eine Schlange um und beißt dich. Welches Gift es ist, ein Tag voller Schmerz oder der Tod, was du von der Welt nimmst, nimmst du mit seinem Gift zusammen. Mit Zakat kannst du deinen irdischen Besitz entgiften.

Wenn du dein Kind auf die Welt loshetzt, lädst du ihm eine schwere Bürde auf und bringst es ihn Gefahr, sich zu vergiften, denn das ist alles, was es in ihr finden wird. Keiner ist mit der Welt wirklich glücklich. Der Gläubige jedoch sucht und strebt nach Glauben. Wenn Allah das Licht des Glaubens gibt, wird das Herz zufrieden und weit, und nichts kann es mehr einengen oder verdunkeln. Jetzt kannst du dich entscheiden. Suche das Verderben der Welt oder suche den Glauben, der dir Freude und Vollkommenheit gibt. Allah gibt auch den Gläubigen nicht zu wenig von dieser Welt. Selbst Brot und Salz sind eine Freude für den Gläubigen. Das beste Essen erfreut den Ungläubigen nicht, auch nicht Gold und größter Besitz. O Mensch, du hast zwei Dinge, die du anstreben kannst. Den Glauben oder die Welt. Wenn du die Welt wählst, wählst du ein Nest von Schlangen und Skorpionen. Wenn du den Glauben wählst, findest du ewige Freude und all die Dinge, die dem Gläubigen versprochen sind. Naim oder Cahim . In der Welt kannst du entweder im Paradies der Zufriedenheit oder in der Hölle der Unzufriedenheit leben.

Auf dem Baum des Glaubens gibt es vier Jahreszeiten. In jeder seiner Jahreszeiten, auch noch im hohen Alter sind die Früchte des Glaubensbaumes frisch und geschmackvoll. Des Nachts und des Tags, im Winter, im Sommer, in jeder Zeit und an jedem Ort, der Glaube erfreut und nährt dich zu jeder Zeit. Dieses Leben ist nicht leer und sinnlos, deshalb suche des Lebens Sinn zu finden.

- 01.01.1987
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