Revision [2155]

This is an old revision of MaulanaSheikhNazim made by BlogSufi on 0000-00-00 00:00:00.

 

Maulana Sheikh Nazim "Die Menschen im Westen brauchen Licht" - Über Scheikh Muhammad Nazim Adil al-Haqqani al-Qubrusi an-Naqschbandi


Scheich Nazim wurde 1922 in Larnaca (Zypern) geboren. Seine völlige Hinwendung zum Geistigen erfolgte während seines Chemiestudiums in Istanbul, als ein schwerwiegendes Ereignis sein Leben veränderte: Sein Bruder, der an Tuberkulose gelitten hatte, starb in seinen Armen. Die Begrenztheit von Medizin, Naturwissenschaft und des weltlichen Lebens überhaupt wurde ihm hierdurch deutlich, und er machte sich auf seine spirituelle Reise.

Der erste Schritt war ein einjähriger Rückzug in Aleppo, Syrien, den er betend in einem Keller verbrachte, wobei er täglich sieben Oliven aß. Nach einem Jahr sagte ihm der dortige Scheich, seine spirituelle Stufe sei nun so hoch, dass ihm nur noch ein Mensch weiterhelfen könne: Scheich Abdullah Daghestani in Damaskus. Scheich Nazim machte sich sofort auf den Weg zu ihm, und er hatte nur einen Wunsch: Er wollte Scheich Abdullah um die Erlaubnis bitten, sein restliches Leben im Rückzug zu verbringen, und zwar in Medina, am Grabe des heiligen Propheten Mohammad, auf dem der Friede sei.

Dieser Wunsch sollte vorerst unerfüllt bleiben: "Es ist Endzeit", so wurde ihm gesagt, "und die Menschen im Westen brauchen jemanden, der ihren Herzen Licht gibt und sie aus der Dunkelheit führt." 1972 verschied Scheich Abdullah.

Scheich Nazim ging zunächst nach Zypern und dann nach London, wo er seit 1974 den Fastenmonat Ramadan verbringt. Während seiner Europa- und Amerika-Besuche ist er stets von einer ständig wachsenden Zahl von Besuchern, Schülern und Ratsuchenden umringt, die er als Seelsorger, Therapeut und geistiger Vater betreut, mit denen er betet, die er tröstet, heilt und berät.

Im Laufe der letzten Jahrzehnte wurde Scheich Nazim - der wegen seiner Wahrhaftigkeit auch den Ehrentitel 'al Haqqani' trägt - zu einem der wichtigsten geistigen Führer unserer Zeit. Sein Einfluß nimmt sowohl im Westen als auch in den traditionell muslimischen Gebieten ständig zu - ein erstaunliches Phänomen.

Er ist der 40. Scheich der Naqschbandiya, eines Sufi-Ordens, der mit dem Propheten Mohammad, auf dem der Friede sei, seinen Anfang nahm. Nach Auffassung der Sufis empfing der Prophet göttliches Wissen, das er - von Herz zu Herz - an seine geistigen Nachfolger weitergab. Wie alle Religionen hat auch der Islam einen inneren Weg, durch den er sich über die Jahrhunderte immer wieder erneuern und beleben konnte. Die Sufis waren es, die ihn davor bewahrten, in einem System von Dogmen und äußeren Regeln zu erstarren. Da sie ihr Leben der spirituellen Vervollkommnung widmeten, waren sie dazu imstande, die Lehre zu leben.

Scheich Nazims Vorträge bilden kein geschlossenes 'System'. Es sind vielmehr Lehrgespräche und Stellungnahmen zu den verschiedensten Zeit-Themen und Zeit-Krankheiten: Vereinzelung, Beziehungsunfähigkeit, Depression, Sexualität, Frauenrechte, Altern, Umwelt, Menschenrechte. Sie entstanden in den verschiedensten Orten und zu den verschiedensten Gelegenheiten: im Zentrum für Einheit (Schweibenalp) in der Schweiz, in der ältesten Waldorf-Schule Deutschlands in Bochum, vor einer Gruppe von Heilpraktikern in London, an der Universität Oxford, in einem Buddhistentempel in Spanien, in einem Bistro bei Barcelona... Die Mehrzahl seiner Zuhörer sind Suchende, die durch das Zusammensein mit ihm Kraft für den geistigen Weg schöpfen.
Valid XHTML :: Valid CSS: :: Powered by WikkaWiki