Maulana Sheikh NazimMusik, das Bewußtsein zu verlieren
Wann immer wir eine Handlung für vergnüglich halten, gilt es, uns selbst zu fragen, ob diese Handlung auch unseren Herrn mit uns erfreut sein läßt. Lautet die Antwort „Ja“, dann weißt du, daß solche Handlungen in Ordnung sind.
Was die Musik angeht und die Frage, ob sie in der Sicht Allahs irgendeinen Wert hat, können wir von „Musik“ nicht so reden, als wären alle verschiedenen Arten von Musik eines und dasselbe. Man muß unterscheiden. Eine Art von Musik und die beste Musik in der Sicht Allahs ist göttlich beseelte Musik – so wie die Musik verschiedener SufiTariqahs mit dem „Gedenken Allahs“, z. B. des höchst angesehenen Mevlevi-Ordens mit ihrem von Maulana Jalaluddin Rumi eingeführten „Drehen“, möge Allah seine gesegnete Seele heiligen. Ja, die Musik jener göttlichen Wege ist göttliche Musik. Sie singen himmlische Lieder, die unsere Seelen sanft berühren und unsere Aufmerksamkeit auf die inneren Wirklichkeiten und das ewige Leben ziehen, sie bringen unseren Seelen ein Vergnügen, das unsere Herzen sich mehr und mehr der göttlichen Eingebung öffnen läßt, bis wir fühlen, daß unser Herz erfüllt ist mit Göttlicher Liebe. Deshalb hängt unsere Beziehung zur Musik von unserem eigenen Bewußtsein ab; es mag uns sagen, ob die Musik erhebend ist oder etwas anderes.

Es heißt, daß am Tag der Wiederauferstehung die vier Engel, die den göttlichen Thron tragen, ihren Herrn mit derart schönen Litaneien preisen werden, daß alle an diesem Tag versammelten Seelen in vollkommener Hingabe an diese Schönheit ihr Bewußtsein verlieren werden – sie werden außerhalb ihrer selbst und in ihrem Herrn sein.

Die Rezitation des Heiligen Qur’an ist ebenfalls göttliche Musik, wie unser Heiliger Prophet Muhammad, Friede sei auf ihm, betonte, daß er mit schöner Stimme rezitiert werden solle. Und deshalb hat Göttliche Musik einen wichtigen Platz in unserer Religion, seitdem unser Prophet geraten hat, daß der Heilige Qur’an durch schöne Rezitation am besten unsere Herzen erreichen kann.

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