Maulana Sheikh NazimSadaqa kommt zuerst in die Hand Allahs
Wer Respekt gibt, nimmt den Respekt, wer Liebe gibt, nimmt Liebe, wer Barmherzigkeit gibt, nimmt Barmherzigkeit, wer Leben gibt, nimmt Leben, wer Nahrung gibt, nimmt Nahrung, wer Wasser gibt, nimmt Wasser hinweg. Wer Geld gibt, nimmt Geld, wer Münzen gibt, nimmt sie auch wieder. Wer Nichts gibt, nimmt es auch wieder. Ja? Klar? He? Hahaha! Wer kommt, ist etwas, nimmt etwas und geht. Daher mußt du täglich etwas zur Göttlichen Gegenwart bringen. Du mußt etwas bringen. Immer – al-hamdu li-llah – versuchen wir, diese Regel einzuhalten.
Wenn ihr etwas gebt, ist es für Allah eines. Seine Göttliche Eigenschaft aber ist es, es dir wenigstens zehnfach zurückzugeben. Niemals weniger als das Zehnfache gibt er – als Minimum. Allahs des Allmächtigen Barmherzigkeit kennt keine Grenzen, wenn Er geben will. Daher muß der Diener etwas für Ihn tun oder etwas zu Ihm bringen. So kommt im Islam jeder Befehl in zwei Schritten: mit einem, etwas zu tun, und einem, etwas zu bringen. Etwas zu verrichten, das ist der Befehl, zu beten, sajda zu machen, und das zweite ist, Almosen zu zahlen. Versteht ihr? Täglich ergeht der heilige Befehl an Seine Diener, sajda zu machen und Almosen zu spenden.

Niemals wird der Befehl gegeben, sajda zu machen ohne die Anweisung, auch Almosen zu spenden. Auf zwei Beinen steigt ihr vorwärts hinauf, so ist es für Diener bedeutsam, diesen Befehl einzuhalten. Und seien es auch nur zwei raka‘at täglich, die müßt ihr tun für Allah den Glorreichen und wenigstens etwas geben. Das sagte der Prophet œ: „Wenn du nichts findest, das du als Almosen geben könntest und nur eine Dattel hast, so teile sie in zwei Hälften; eine behalte für dich und die andere spende.“

Insofern erscheint der Islam in einer Vollkommenheit; ihr könnt keine andere Botschaft finden, die in solch einer Vollkommenheit erscheint. Sehr einfach, etwas für Allah zu tun, das ist, sich zu beugen, sajda zu machen. Und das zweite ist, für Allah Almosen zu spenden. Allah bedarf dessen nicht, aber Er bittet darum, in Seinem Namen euer Almosen jemandem zu spenden, der in Not sein mag. Denn der Islam erhebt sich auf der Grundlage von Mildtätigkeit. Du mußt geben. Du mußt lernen zu zahlen, du mußt lernen, um Allahs willen zu geben. Täglich, das ist für euch selbst.

Zu dem, was ihr gebt, lautet ein Prophetenwort: „Was ihr aus Mildtätigkeit gebt, kommt zuerst in die Hände des Herrn, Allahs des Allmächtigen.“ Einige Leute bitten darum, daß ihnen etwas gegeben wird, und sie müssen zahlen; aber geizige Leute geben und zeigen nicht, was sie gegeben haben. Sie machen so..., und niemand weiß, daß er so wenig zahlte. Sie wollen es heimlich geben. Und der Prophet sagte: „Du mußt wissen und daran glauben, daß dein Almosen als erstes in die Hände Allahs des Allmächtigen kommt. Er schaut danach, was wir jenem geben.“ Einmal begab es sich, daß Sayyida A’isha, Allah segne sie, die reine und geehrte und gesegnet Frau von Rasulullah, Allah segne ihn und schenke ihm Heil, birham, Geld, wusch – es war entweder Silber oder Gold. Sie säuberte es, tat Parfüm darauf und gab es dann. Und die Leute fragten: „O Mutter der Muslime, warum tust du das?“ Und sie antwortete: „Ich hörte Rasulullah, Allah segne ihn und schenke ihm Heil, sagen, sadaqa käme als erstes in die Hand von Rahma Allah, in Allahs Hände. Deshalb möchte ich, daß mein Almosen in einem sehr guten Zustand ist: sauber und mit gutem Geruch. Denn es kommt zuerst in die Hände Allahs!“ Ja, das ist wichtig! Deshalb sagen wir: Gib und nimm!

Warum sagt Allah: „Du mußt jeden Tag eine Wohltat tun?“ Weil Er Seinem Diener geben will, dir geben will. Er fragt danach. Aber die Leute machen mit ihren Händen so... Nicht geben, sondern es aufbewahren wollen sie, es horten, mehr und mehr und mehr und mehr. Was wird sein, wenn du Milliarden Dollars, Milliarden Pfund, Milliarden Franken, Milliarden Mark, Milliarden Münzen hast?

Allah der Allmächtige lehrt Seine Diener durch Seine heiligen Propheten wie Sayyidina Yusuf, jenen Joseph, der Friede sei auf ihm. Er war Schatzmeister in Ägypten. Und er erreichte alles an Schätzen und Rängen und Ehren dieser Welt. Aber was er schließlich sagte, war: „bismillahi rrahmani rrahim: rabbi quad ataitani mina l-mulki – alles, o mein Herr, gewährtest Du mir; bismillahi rrahmani rrahim: rabbi quad ataitani mina l-mulki wa ‘allamtani min ta’wili l’ahadith – allein Du gewährtest mir, alles, was dieser Welt und ihrem Sultanat angehört. Du gewährtest mir ebenso von himmlischem Wissen, um die Bedeutungen der Sprache der Leute zu verstehen. Ich erreichte alles auf beiden Seiten, spirituell und weltlich, wie Schätze unter meinen Füßen. Und er sagte: „rabbi quad ataitani mina l-mulki wa ‘allamtani min ta’wili l-’ahadith, fatira s-samawati wa l-’ar¡ – Du, mein Herr, der Erschaffer von Himmeln und Erde. Fatira s-samawati wa l-’ar¡, anta waliyyi fi d-dunya wa l-akhira. Gleichwohl bedarf ich Deiner, daß Du, o Allmächtiger, nach mir schaust. Ich vertraue auf nichts, nicht auf diese Reichtümer oder was Du mir gewährtest in diesem Leben – anta waliyyi – Du bist der Beschützer, Ich bin Dein Sklave. Unter Deinem Befehl, unter Deinem Willen. Fatira s-samawati wa l-’ar¡, anta waliyyi fi d-dunya wa l-akhira. Du bist mein Beschützer.

Und da gibt es noch ein anderes Wort in Englisch? Benefactor. Du bist mein Beschützer, mein Wohltäter, höchster Beschützer. Anta waliyyi fi d-dunya wa l-akhira. Und er bat Allah den Allmächtigen: tawaffani musliman – Mein letzter Wille: Nimm meine Seele und übergib meine Seele an Dich. Damit sie zu Dir kommen kann. Laß mich zu Dir kommen, ohne ein Hindernis schwer wie Blei. Lasse mein Ego nicht, schwer wie Blei, verhindern, daß meine reine Seele Dich erreicht.

Tawaffani musliman wa ’alhiqni bi s-salihin. O Mein Herr, laß meine reine Seele Deine geliebten Diener erreichen. Deine gesegneten Diener, Deine geliebten Diener. Das ist nur etwas, und es kommt zu diesem Punkt. Dir mag von diesem Leben etwas gegeben werden, aber neben dem, was Sayyidina Yusuf gewährte, ist es nichts. Schau! Er gab alles und bat darum, Seine Göttliche Gegenwart zu erreichen, den Göttlichen Thron. Deshalb wird uns gelehrt, alles für Allah zu geben, um der Liebe unseres Herrn des Allmächtigen willen: dann seid willkommen. Möge Allah euch segnen und mir vergeben.

Allah allah, allah allah, allah allah, aziz allah – Allah allah, allah allah, allah allah, karim allah – Allah allah, allah allah, allah allah, subhan allah – Allah allah, allah allah, allah allah, sultan allah

- 12.09.1999
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