Maulana Sheikh NazimTreffen um Allahs willen
Bismillahi r-rahmani r-rahim. La hawla wa la quwwata illa billahi l- ‘aliyyi l-‘azim. Medded ya Sayyidi, medded ya Sultan al-awliya’, Shah Naqshiband ya hazret. Unsere Tariqat ist Versammlung mit dem Sheikh. Und Segen kommt von Allah dem Allmächtigen auf solche, die um Allahs willen und Seines höchstangesehenen, meistgepriesenen Dieners, Sayyidina Muhammad (s.a.s.), zusammentreffen. Segen kommt auf solche Leute, die sich aus diesem Grunde treffen. Deshalb solltest du versuchen, mit wenigstens einer Person zusammenzusein. Wenn du einen Bruder triffst, einen Muriden, einen Diener deines Herrn, so achte ihn. Und versuche, daß dein Treffen demHerrn der Himmel zur Ehre gereicht. Wenn ihr im Begriff seid, euch zur Ehre eures Herrn, Allahs des Allmächtigen, zu treffen, so belohnt er euch mit mehr Ehre. Wenn ihr Ehre zu erreichen wünscht: Wahre Ehre gibt es und muß es geben in der Göttlichen Gegenwart. Bei dem Wort Ehre denken die Leute, meistens ignorante Leute, sie erreichten Ehre in diesem Leben durch mehr Geld, mehr Geld, durch mehr Eigentum, mehr Juwelen, mehr Münzen, mehr Ländereien, mehr Flugzeuge, mehr Schiffe, große Fabriken, große Gesellschaften, große Gebäude oder Verzierungen an ihren Namen oder dadurch, „offizielle Personen“ zu sein. Und das höchste, was sie erreichen wollen, ist, Präsident oder Premierminister oder Minister oder General oder Admiral oder Feldmarshall zu sein. Dies sind für sie die höchsten Ziele der Ehre in diesem Leben. Und es geschieht dir vielleicht, daß die Ehren, die du im Leben erreichen konntest, zu dir kommen, wenn du nahe daran bist, das Leben zu verlassen oder du deine Körperkräfte einbüßt oder deine körperlichen Wünsche vergehen.
Und meistens hat der Mensch mehr Nutzen daran oder mehr Vergnügen und Freude, wenn er jung ist. Es kann sein, daß einer hohe Ehren oder höchste Ehren in diesem Leben erreicht, während sein Körper dabei ist, auf Null oder weniger als Null herabzusinken. Es ist so wie bei einer Person, die keine Zähne mehr hat und Walnüsse und Erdnüsse essen soll. Ich schaue nach meinen Zähnen und sage: „Wo sind meine Zähne?“ Meistens kommen diese Ehren, wenn er seinem Ende zugeht und seine Gefühle abnehmen. Ehren mögen in einem Alter kommen, in dem er nie mehr solch eine Freude daran haben kann, wie er sie sich gewünscht hatte, als er jung war. Aber die Leute laufen dem nach. Vollkommene Dummheit ist es, solchen Ehren hinterherzulaufen, die die Mehrheit der Leute meistens nicht erreichen können. Und am Ende, wenn er stirbt, bleibt ihm nichts von der Ehre übrig. Mit der Ehre aus diesem Leben ist es zu Ende. Deshalb mußt du nach Ehre fragen, die für immer bleibt. Ständig, niemals endend. Verpasse daher nicht deine Gelegenheit, mehr Ehre von Allah dem Allmächtigen zu nehmen. Das ist für dich, diese Gelegenheit wird dir gewährt von Allah dem Allmächtigen.

Wenn du ein Treffen mit einer Person hast, mache es zu einem Treffen um Allahs willen. Sag als erstes: „La ilaha illallah, Muhammadur Rasulullah. As-salamu alaikum. Wa alaikumu s-salam. O unser Herr, gewähre uns von den Lichtern dieser heiligen Worte.“ Wir sagen: „La ilaha illallah, Muhammadur Rasulullah. Bekleide unser wahres Wesen mit Deinen göttlichen Lichtern.“ Das ist, so sagen wir, Shah Naqshiband, der Hauptpfeiler des höchst ausgezeichneten Naqshibandi Ordens. Und dumme Leute denken, daß Naqshibandi Leute der Dunya nachlaufen, aber nur Hunde laufen Dunya hinterher. Denn wie die Propheten sagen: „Ad-dunya ghifa’.“ Dunya ist wie der tote Körper eines Tieres. Nur Hunde laufen und suchen tote Körper anderer Tiere auf, um sie zu fressen. Der wahre Islam achtet mehr auf Ewigkeit – Ewigkeit – ewiges Leben, und nicht auf dieses Leben, schmutziges, schmutzigstes Leben. Jene dummen Leute denken, Leute des Naqshibandi Ordens würden der Dunya hinterherlaufen, und meinen, wir würden so weit laufen, um Präsident zu sein oder Premierminister. Und sie glauben, wir sammelten Leute, um mehr Macht in der Dunya zu haben. Dunya ist unter unseren Füßen. Sie läuft uns hinterher. Wir sind geehrt worden, so daß die Dunya uns hinterherläuft, so wir wahre Naqshibandis sind. Löwen laufen nicht zu toten Körpern von Tieren. Löwen jagen und fressen von dem, was sie gejagt haben, sie gehen nicht zu schmutzigen Körpern von Tieren. Dunya ist wie ein schmutziger oder toter Körper. Wer ihm nachläuft, ist dabei, wie jene Schakale, Bären oder Wölfe zu sein. Uns wurde die Ehre gegeben, da Allah der Allmächtige uns ewiges Leben versprach, für die Ewigkeit, im Paradies zu sein, in Seiner Göttlichen Gegenwart. Und wir laufen dieser Ehre hinterher. Wir wollen nicht solch ein schmutziges Leben. Aber sie befürchten, die Naqshibandis, Millionen und Millionen von Naqshibandi Leuten könnten danach trachten, Reichtümer dieses Lebens zu erreichen. Nein. Tausende von Königen, Hunderte von Kaisern erreichten und sammelten und horteten Schätze, und sie alle ließen sie zurück und gingen in die Göttliche Gegenwart ihres Herrn ein, wo sie ihre angenommene Ehre abgaben.

Deshalb kommt der Segen Allahs des Allmächtigen auf solche Leute, die sich um Allahs willen treffen und versammeln. Gib für Allah, laß für Allah, stirb für Allah, sonst nichts. Laß sie die ganze Welt nehmen, sie mögen sie nehmen, aber nach einer kurzen Weile werden sie weggehen und an diesen dunklen Platz gehen, den Friedhof. Wir laufen jener Ehre nach, und wenn sich zwei Gläubige, zwei Muriden, treffen und sagen: „La ilaha illallah, Muhammadur Rasulullah“, kommen jene Lichter auf sie, und Allah der Allmächtige bekleidet sie mit Ehre, wenn sie die Einheit des allmächtigen Gottes bekennen, Seine Einzigkeit und Seine meistgeliebten Diener, das Prophetentum und den Gesandten. Das gibt dir Ehre, deshalb ist es genug für einen Menschen, wenn er im letzten Moment seines Lebens sagt: „La ilaha illallah, Muhammadur Rasulullah, (s.a.s.)“. Das gibt ihm endlose Ehre, endlose Ehre, und Segen wird ihm von Allah dem Allmächtigen zukommen, der ihm ewiges Leben gewährt, ja.

Jede Nacht sitzen wir hier entsprechend der wasiyat unseres Großsheikhs, seinem Ratschlag, wir sitzen eine Viertelstunde oder eine ganze oder eine halbe Stunde oder vierzig Minuten. Wir kommen und sprechen hier nur, was unser Großmeister uns zu sprechen gewährt und worüber zu sprechen er Erlaubnis gibt. Sie machen mich sprechen, und das ist eine Ehre, und magst du auch durch ganz Zypern gehen von Ost nach West, nirgends findest du ein vergleichbares Treffen wie das, in dem wir jetzt sind. Und wir müssen Allah dem Allmächtigen dankbar sein und sagen: Al-hamdullillah, al-hamdulillah – ash-shukrulillah, ash-shukrulillah – al-hamdulillah, al-hamdulillah; wa sh-shukrulillah, wa sh-shukrulillah, wa sh-shukrulillah, wa shshukrulillah, wa sh-shukrulillah – astaghfirullah, astaghfirullah, astaghfirullah – ila sharafi n-nabi ... O Allmächtiger Herr, gib mehr Ehre dem meistgeliebten, meistgeehrten, meistgesegneten, meistgespriesenen Diener, Sayyidina Muhammad (s.a.s.). Gib ihm mehr und mehr und mehr, und laß ihn nach uns schauen, den Dienern seiner Umma, damit wir unterstützt werden durch seine angesehenen Diener. Damit er uns hilft und unterstützt. Bi hurmati l-habib al-fatiha.
Lefke - 01.02.2000
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