Maulana Sheikh NazimZU DEN ARGENTINISCHEN BRÜDERN
Was braucht eine kleine Gemeinschaft in einer riesigen Menge von Nichtmuslimen, wie müssen ihre Eigenschaften sein unter ihnen? In Argentinien seid ihr 20 oder 25 Leute unter 35 Millionen. Wir müssen versuchen, gemeinsame Verbindungslinien von uns zu den Leuten zu finden, mit denen wir leben. Wir leben mit ihnen, wir sind nicht getrennt.
Islam ist das toleranteste System. Kein anderes System kann so tolerant sein. Islam kam sechs Jahrhunderte nach Jesus Christus. Das Siegel der Propheten (FSmi) kam mit der letzten Botschaft von Allah; 610 Jahre nach Jesus erklärte er seine Berufung. Er wurde 570 in Mekka geboren. Ursprünglich war er der erste Prophet in der göttlichen Gegenwart. In der Welt war er der Letzte, weil er der Wichtigste und Geliebteste bei Allah war, weil die wichtigste Persönlichkeit immer zuletzt kommen muß. Alle sind vor ihr anwesend, und alle erwarten sie. Deshalb kam er am Ende aller Propheten als ein Siegel für sie alle. Denn er war der Wichtigste. Und er kam mit einer vollkommenen Prophetenschaft und mit einer Botschaft für die gesamte Menschheit. Mit seiner Botschaft kam der Befehl, höchst tolerant zu sein, toleranter als alle anderen Propheten. Deshalb, auf Allahs heiligen Befehl, gab er den Schriftgelehrten der Christen und Juden die Erlaubnis, ihren Glauben zu behalten, unter der Bedingung, daß sie sich die letzte Botschaft anschauen, darüber nachdenken und sich ein Urteil bilden sollten. Er sagte: "Ich zwinge euch nicht, sie zu akzeptieren. Ich gebe euch die Wahl, Islam anzunehmen oder euren Glauben zu behalten, bis Jesus Christus zurückkommt, bis zu diesem letzten Tag, wenn Jesus kommt." Deshalb lebten Christen und Juden in allen islamischen Ländern frei von Schande und Störung - 1500 Jahre lang. Sie waren frei in ihren Kirchen und Synagogen, in Gebet und Gottesdienst. Wir akzeptieren nicht ihren Glauben, aber wir geben ihnen, wie Allah anordnet, Freiheit zu beten, wie sie wollen und zu glauben. Aber bis heute zeigen Christen nicht diese Toleranz für Muslime. Sie sind schwierig den Muslimen gegenüber. Noch immer erklären sie den Islam nicht für eine offizielle Religion, seinen Propheten (FSmi) nicht für einen Propheten und sein Buch, den heiligen Koran, das letzte Testament, nicht für ein heiliges Buch. Wir erklären, daß Christentum und Judentum Religionen mit Propheten sind, aber sie weigern sich, dasselbe zu tun. Das ist ein falsches Beurteilen von Sayyidina Muhammad (FSmi). Sie denken, daß wir nicht wirklich religiös sind. Sie leugnen die Offenbarung, die zu Sayyidina Muhammad (FSmi) gekommen ist. Ich frage sie: Wie beweist ihr denn die Echtheit der Offenbarung durch Moses aus einer Zeit, die 4000 Jahre zurückliegt, und der durch Jesus Christus, die 2000 Jahre her ist. Die Sendung von Muhammad (FSmi) liegt nur 1400 Jahre zurück. Sie sagen, daß Gabriel zu Moses und zu Maria kam. Mit welcher Autorität sagen sie das und behaupten zugleich, daß der Erzengel Gabriel nicht zu Muhammad (FSmi) kam? Welcher Priester oder Bischof oder Rabbi kann das beweisen? Welches Recht haben sie? Sie sind zweifellos Lügner.
Wir glauben an Moses und seine Offenbarung durch Gabriel, und wir glauben, daß er zur Jungfrau Maria kam. Wir glauben, weil es uns in der Offenbarung von Sayyidina Muhammad (FSmi) überliefert ist. Wenn man Wissen durch Überlieferung erhalten kann, dann müssen wir auch an islamische Überlieferungen glauben. Warum nur an christliche oder jüdische Überlieferungen? Wir sind auf dem sicheren Weg, denn wir glauben an alle Überlieferungen. Wir verneinen nur die Dreieinigkeit, denn sie kam nie vor in irgendeinem heiligen Buch. Wie können die Christen den Einen Gott im Alten Testament akzeptieren, und dann im Neuen Testament sind es plötzlich drei Götter? Wir leben im 20. Jahrhundert, und wir müssen alles unter dem Licht von reinem Wissen untersuchen. Wir müssen die Wahrheit annehmen. Es gibt zahllose Lügen und Spekulationen über heilige Bücher, doch die Wahrheit ist eine. Ihr lebt in einem nicht-islamischen Land, und Allah gab euch das Licht, die Wahrheit zu erkennen, und ihr bekennt euch zur Wahrheit von "la ilaha ill Allah" Aber sie übersetzen Seinen Namen in jede Sprache und sagen Theos oder Deos oder Gott oder Dieu, doch das ist nicht der persönliche Name. "Götter" kannst du sagen, aber es gibt keinen Plural von "Allah" . (...) 'Mann' ist ein allgemeiner Name, aber 'Hamidullah' ist ein genauer Name.
Sei so tolerant, wie du kannst. Versuche, dich nicht gegen irgend jemand zu wenden, denn solange du schwach bist, kannst du dich nicht verteidigen. Verhalte dich so, daß Nicht-Muslime auch denselben Toleranz-Weg für dich wählen. Führe deshalb keine Diskussionen mit ihnen über ihren Glauben. Versuche nur, mit ihnen einige gemeinsame Punkte zu finden. Islam basiert auf drei Säulen. Die eine ist der Glaube, die andere das Gebet und die Beziehung zwischen Allah und seinen Dienern. Die dritte Säule basiert auf unseren Eigenschaften und unserem Charakter. Wir glauben an Allah, Seine Engel, an seine heiligen Bücher, an die Propheten, an den Jüngsten Tag, an Hölle und Paradies und an ein ewiges Leben. Wir glauben wie sie an diese Dinge. Kein Prophet kann etwas davon leugnen. Das sind allgemeine Prinzipien von Anfang bis Ende für alle himmlischen Religionen. Und uns ist das Gebet aufgetragen. Alle haben diesen göttlichen Befehl. Sie bauten Tempel und Synagogen und Kirchen. Wozu? Zum Anbeten. Und auch Muslime beten und bauen Moscheen. Aber die Formen, die Gebetszeiten und die Qualität des Gebets sind verschieden entsprechend den Bedingungen und dem Verständnis der Gläubigen. Die dritte Säule, auf die der Islam beruht, befiehlt den Leuten, wirkliche Menschen zu sein, nicht wie wilde Tiere, sondern gnädig, respektvoll und gerecht mit Allen zu sein. Diese drei Säulen sind nie verändert worden - in keiner Religion. Wer sagt, er sei ein Mensch, muß respektvoll und gerecht und barmherzig mit der ganzen Menschheit und mit allen Kreaturen sein. Das ist für alle Religionen das Prinzip der guten Eigenschaften. Und er muß grosszügig zu allen Menschen und alle Kreaturen sein, das befiehlt der Islam. Wer mag diese Prinzipien als falsch erklären? Wer mag sagen, daß der letzte Prophet (FSmi) kein Nachfolger der vorhergehenden Propheten war? Wenn jemand solche Prinzipien bringt, muß er von derselben Quelle kommen, und der, der die vor ihm gesandt hat, hat auch den letzten Propheten (FSmi) gesandt.
Du magst mit einem oder zwei Leuten von deinen Freunden oder deiner Familie diskutieren, aber sei vorsichtig mit Gruppen von Leuten. Wenn es mehr als zwei sind, kannst du dich aus dem Gespräch entfernen. Bei einem oder zwei Leuten kannst du deine Stellung halten. Diskutieren mit dir mehr als zwei Personen, wird es verwirrend und zerstörend. Diskutiere mit einem oder zwei, und du magst gewinnen, doch eine Gruppe kannst du nicht überzeugen.
Trachte danach, den Kreis so weit zu machen, daß die ganze Gemeinschaft eintreten kann. Schau nach dem, der am freundlichsten zu dir ist. Versuche es einmal, und wenn es kein Ergebnis zeigt, versuche es nochmal und nochmal, und gleichzeitig mit anderen. Schau, daß sie zumindest in diesem einen Punkt mit euch übereinstimmen: Gerechtigkeit, Gnade und Respekt für alle Kreaturen zu zeigen. Das ist Islam. Jeder muß sein Recht bekommen. Wir werden Haqqani genannt, das bedeutet wahrhaft Suchende, Sucher der Wahrheit. Mahdiy wird kommen und dann wird jeder zu seinem Recht gelangen. Wir müssen das Recht jedes Menschen bewahren. Wir müssen kämpfen für das Recht der gesamten Menschheit. Möge Allah uns gutes Verstehen untereinander und mit anderen geben.

- 01.01.1987
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