Maulana Sheikh NazimDIE ZUFLUCHT
Am besten ist es für den Menschen, mit Allah zusammen zu sein. Deshalb sagt Er im Koran: Lauft zu Allah. denn der Mensch kommt oft in die Lage zu fragen: Wohin soll ich mich nur flüchten? Allah gibt die Antwort: Flüchtet euch zu Mir, und ihr findet Ruhe und Rast, Trost und Sicherheit. Den Satz "La ilaha ill Allah" auszusprechen, hat einhundertundeine verschiedene Auswirkungen, von denen die geringste ist, daß der, der es ausspricht, vor der Bestrafung im nächsten Leben gerettet wird. Wenn Unglauben das Herz verdunkelt, dann muß man sofort diesen Satz sprechen, um in Schutz genommnen zu werden. Wer sich fürchtet, wer sich erschrickt, soll sofort "La ilaha ill Allah" sagen. Die Sahabas flüchteten sich im dichtesten Gefecht im Krieg an die Seite des Propheten (FSmi), denn dort fanden sie Schutz und Geborgenheit.
Ein Schwiegersohn von Großscheich wurde in Damaskus von der Geheimpolizei gesucht, und sie fanden heraus, daß er bei Großscheich war. Damals töteten sie Tausende und häuften sie auf zu Hügeln. Nach dem Nachmittagsgebet trank unser Großscheich immer Tee. Als ein Wagen voller Soldaten ankam und sie die Treppe hinaufstürmten, kam der Großscheich heraus und fragte: "Was wollt ihr? Wird euch dieser Mann etwa stürzen, habt ihr Angst vor diesem Mann, weil ihr seinen Namen bekommen habt?" und er zeigte auf seinen zitternden Schwiegersohn. "Nein", sagte der Kommandant schlotternd vor Angst und Respekt, "wir wollen nur wissen, wo er ist, er soll in eurer Obhut bleiben." Vor Großscheich zitterten diese Soldaten wie nasse Hunde.

Als Dagistan von den Russen eingenommen wurde, wollten sie Abu Ahmed as-Sughuri nach Sibirien deportieren. Er stieg in den Wagen ein und sagte: "Fahrt doch los!" Von den Hufen der Pferde sprangen Funken, doch der Wagen bewegte sich nicht. Sie spannten zwei weitere Pferde ein, doch nichts tat sich. Sie luden ihn in den Zug ein und die Räder drehten leer durch. Schließlich ließen sie ihn wieder frei. Einer seiner Muride kam zu ihm und bat ihn um Hilfe, als Soldaten ihm sein Eigentum weggenommen hatten. Er nahm ihn bei der Hand und ging zum Kommandanten der Russen. Als der Großscheich dem Kommmandanten sagte, er solle dem Jungen sein Recht gewähren, zitterte jener mächtige General vor Angst und sagte: "Wie du befiehlst, mein Herr." Als man ihn später danach fragte, was geschehen sei, antwortete er, er hätte zwei schreckliche Untiere neben den Schultern des Großscheichs gesehen, die drauf und dran waren, ihn anzufallen und zu zerreißen.

Der berühmte Imam Hasan al-Basri wurde eines Tages von Soldaten verfolgt und suchte Schutz bei Habibul Acem, welcher ihn in einer Truhe versteckte. Als die Soldaten eintraten und fragten, wo er sei, sagte Habibul Acem: "Dort, in der Truhe." sie durchsuchten alles und tappten dabei mehrmals auf Hasans Kopf, doch sie bemerkten ihn nicht. Als sie weg waren, kam er heraus und fragte Habibul Acem: "Wieso hast du mich in Schutz genommen und dann verraten? Allahs Freunde sind furchterregend. Man muß sich bei ihnen in Schutz begeben." - "Lügen steht mir nicht zu", sagte Habibul Acem, "aber wer sich in unsere Obhut flüchtet, den werden wir nicht enttäuschen."

- 01.01.1987
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